Warum das Yukos-Urteil der OMV noch Kopfweh bereiten wird

und warum die OMV Manager das locker hätten sehen müssen.

Vor nicht vielen Wochen war hier alles eitel Wonne. Putin war in Wien und die OMV hat mit Gazprom den Vorvertrag für South-Stream unterschrieben. Alles hat so toll ausgesehen. Eine große österreichische Firma hatte sich wieder einmal so positioniert, dass ein unter Druck geratenes Regime einen Deal machen musste, den es ansonsten so nicht geschlossen hätte.

Aber nicht lange hat es gedauert und es wird sehr ruhig um die South-Stream und den Deal. In Den Haag hat ein Schiedsgericht nach einem Jahrzehnt endlich befunden, dass die Yukos- Enteignung doch nicht Rechtens war und hat den Geschädigten die Rekordsumme von 50 Milliarden USD zugestanden.

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Noch sssso ein Blödsssssinn und du bissssst Toasssst

Das nenne ich einmal eine Schadensersatzsumme die was hermacht. Nicht nur ein paar läppische Millionen – offenbar versuchte man den durch die Enteignung wirklich entstandenen Schaden nahe zu kommen.

Was heißt das, aber jetzt für uns und die OMV?

Zuerst einmal muss jeder, der sich mit Hunden ins Körbchen legt damit rechnen, mit Flöhen aufzuwachen. Aber die Weisheit ist nicht mehr ganz neu.

Ganz nebenbei verpflichtet das New Yorker Abkommen (dem ja auch Österreich so wie ein Großteil der zivilisierten Staaten angehören) unseren Staat dazu, den Klägern bei der Durchsetzung ihrer Rechte beizustehen.

Da ja nicht damit zu rechnen ist, dass Russland die Summe bezahlen würde, muss damit gerechnet werden, dass es Anträge geben wird, russische Vermögenswerte in den meisten Ländern der Welt zu beschlagnahmen. Das würde dann auch für die South Stream und andere Gazprom/OMV Joint Ventures gelten.

Wer aber wird ein Investment wagen, bei dem er sich fast sicher sein kann, dass es ihm wegkonfisziert wird?

Wie also soll die OMV damit umgehen?

Nun, wahrscheinlich machen sie es so wie immer. Sie lassen das Thema einschlafen, in der Hoffnung keiner merkt etwas. So geschehen, als die OMV ihren Rückzug aus dem Iran scheibchenweise vornahm. Und das entgegen der Empfehlung eines Teiles des Middle Management (wir, die direkt dort gearbeitet hatten, waren gegen den Rückzug).

Das ist feige und rettet auch keine Beziehungen. Denn der Vertragspartner ist nicht dumm und kriegt die Spaghettiwirbelsäulen schon mit, mit denen er sich eingelassen hatte.

Und Herr Roiss hat wieder einmal ein Steinchen mit dem er seinen Nachlass untermauert – nämlich eine der österreichischen Industriejuwelen tatkräftig mit an die Wand gefahren zu haben. Allein war er das nicht – aber er half kräftig mit.

Rudolf Huber
Founder at Methanumorphosis
Since my tender youth I aspired to be a Homo Universalis better known today as a Polymath (a person who excels in a wide variety of subjects or fields – but not everything).

LNG came into my life as a leftover nobody wanted. My former employer wanted to get into the LNG trade but nobody wanted to go for the hard work attached to the business. So it was mine for the taking. It was a steep learning curve as most of my assumptions were shattered in the process. And I discovered the incredible potency of a chemical compound called CH4 and especially its liquid form.

I innately knew that this stuff would shatter the way we find, produce, transport and consume energy and fuel one day. It just made sense to me to put it into a tank and propel a vehicle replacing diesel in the process.

So here I am – pushing the boundaries and aspiring to be a real Methanist.

For more on me, please visit my LNG blog at www.lng.guru

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